Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg

Aktuelle Corona Hygieneregelungen

Im Einklang mit der Hamburger Coronaschutzverordnung hat der Kirchenrat das ERK Schutzkonzept inklusive aller speziellen Maßnahmen zum 4.5.2022 außer Kraft gesetzt. Alle Veranstaltungen und Gottesdienste können ohne Einschränkungen u besucht werden.

Dennoch möchten wir zum Schutz aller und vor allem der vulnerablen Perosnen um die Einhaltung folgender Hygienemaßnahmen bitten:

  • Desinfektion der Hände beim Betreten des Gebäudes, bei Bedarf zwischendurch und vor dem Essen und Trinken. Entsprechende Desinfektionsspender sind weiterhin vorhanden.
  • Einhaltung der Hust- und Niesetikette
  • Tragen Sie gerne weiterhin insbsondere bei geringen Abständen einen Mund-Nasen-Schutz.
  • Besonders durch Corona gefährdeten Personen empfehlen wir weiterhin das Tragen einer FFP2 Maske. Das Platzangebot während der normalen Gottesdienste ist so groß, dass ein ausreichender Abstand eingehalten werden kann. Wir bitten alle Beteiligten, Menschen mit dem Wunsch nach Abstand zu berücksichtigen.
  • Menschen mit akuten Erkältungssymptomen bitten wir -auch bei vorläufig negativem Test- zuhause zu bleiben.

Veranstaltung, die im Altenhof stattfinden, unterliegen ggf. weiterhin umfassenden Schutzvorschriften. Bitte informieren Sie sich daher vorher über die aktuell geltenden Regelungen im Altenhof.

Herzlichen Dank für Ihr Mitmachen und Ihre Fürsorge!

Dr. Mareike Budack (Präses)


Kollekte für Flutopfer anlässlich der Konfirmation 2021

Unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden 2021 haben entschieden, die Kollekte anlässlich ihrer Konfirmation für die Flutopfer des Sommers 2021 durchführen zu lassen.
Dazu haben sie Kontakt mit der Jugendgruppe der Ev.-ref. Kirchengemeinde Gruiten-Schöller (bei Wuppertal) aufgenommen. Die Gemeinde und vor allem die Jugendarbeit dort sind durch die Flut extrem in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Jugendlichen haben ein kleines Video produziert, das wir veröffentlichen dürfen. Darin vermitteln sie das Ausmaß der Zerstörung und bringen ihre Dankbarkeit über jegliche Unterstützung zum Ausdruck.
Wir sammeln weiterhin für die Flutopfer in Gruiten-Schöller und hoffen auf gute Unterstützung seitens unserer Gemeinde. Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf unser Konto bei der Hamburger Sparkasse, IBAN: DE51 2005 0550 1280 1700 00, mit dem Verwendungszweck Flutopferspende. Vielen Dank!
Reiner Kuhn

1700 Jahre Jüdisches Leben – 450 Jahre Emder Synode

In diesem Jahr feiern wir zwei Jubiläen:

  • Für 1700 Jahre lässt sich jüdisches Leben in Deutschland durch einen Erlass des Kaisers Konstantin von 321 nachweisen.
  • Vor 450 Jahren fand die Emder Synode statt, zu der reformierte Gemeinden aus Deutschland und den Niederlanden 1571 ihre Vertreter schickten. Sie beschlossen, wie  Gemeinden sich organisieren und zur gegenseitigen Unterstützung miteinander verbinden sollten.

Über die Jubiläen und die Veranstaltungen dazu informiert Sie der Auszug aus unserem Flyer.

(Bildnachweis)


Konzert von DUNYUIXOLA aus Togo

DUNUIXOLA…dieser Name bedeutet übersetzt: Überbringer der guten Nachricht!
 Was gäbe es für eine bessere Botschaft, als einladend zu singen, zu tanzen und sich zu begegnen? Eine ganz besondere Chance von Süd-Nord-Austausch unter Christen. Eine einmalige Gelegenheit der Begegnung. Die Sängerinnen und Sänger des westafrikanischen Togo haben sich für dieses große Chorprojekt extra neu zusammengefunden und bereits Wochen und Monate vor der Reise intensiv geprobt. Gesang, Tanz und Trommelspiel. Kostüme wurden eigens für diese Tournee angefertigt und Workshops ausgearbeitet.
In einem straffen Zeitplan reisen sie nun über einen Monat durch den Norden Deutschlands, um uns ihre Kultur zu präsentieren. Über die Hälfte der Konzerte findet in derMetropolregion Bremen-Oldenburg-Hamburg statt Dieser starke Fokus liegt zum einen im Sitz der Norddeutschen Mission begründet, aber auch weithin im Umland werden Auftritte und Workshops realisiert. In den weit verstreuten evangelisch-reformierten Kirchen, der Lippischen Landeskirche und natürlich im Bereich Wilhelmshaven bis hin nach Hamburg finden Begegnungen statt. Chorauftritte in Kulturzentren, Begegungsstätten und Schulen der Region wirken da mit starker Symbolkraft. Multikulturell verbindend und im Gespräch zwischen kirchlichen und außerkirchlichen Orten.
Eines ist garantiert: bei den Konzerten von DUNYIXOLA geht es weder steif noch leise zu. Hier wird in einer Lebendigkeit Musik zelebriert, die einfach mitreißt und uns nicht nur mit den Zehen wippen lässt, sondern automatisch den ganzen Körper erfasst!

Einladung zum Gottesdienst in anderer Form

Am Sonntag 26. August 2016 um 18 Uhr geht es in der Palmaille um Fragen zur Geschichte von Kain und Abel. Gemeinsam wollen wir Antworten suchen – Ausgang offen.

Und Gottesdienst feiern. Es spielen Bläser aus Altona und dem Alten Land.

Wir freuen uns über interessierte Mit-Fragerinnen und -Frager.

Ulrike Krumm, Mirijam Swoboda, Reiner Kuhn


Begegnung am Ratzeburger See

Philipp (Name geändert) hält einen Stock mit einem Marshmallow ins Feuer. Der Zehnjährige lehnt sich zufrieden in seinem Stuhl zurück. Gitarrenmusik, angeregte Unterhaltungen, über die Wiese toben eine weitere Handvoll Kinder und Jugendlicher. Als Erwachsener wundert man sich ja schon immer ein bisschen, wie das nach einem Tag mit Kanufahren, Ausflug, Baden, Fußballspielen und Badmintonspielen überhaupt noch geht, während man selbst doch schon ziemlich in den Seilen hängt. Die Stimmung ist ausgelassen – der Abend perfekt.

Familienwochenende im Freizeithaus Ratzeburger See. Im Verwalterhaus wir – Familie Fink mit Oma, Opa, meinem Mann, unseren zwei Kindern und mir – im Haupthaus eine Gruppe der Großstadtmission Altona, einem Träger der Kinder- und Jugendhilfe und der Hilfe für Menschen mit Behinderungen. Ganz ungeplant mit von der Partie, weil ihr ursprüngliches Wochenenddomizil versehentlich storniert wurde und ihr Leiter als Gemeindeglied seine Gruppe hier noch kurzfristig unterbringen konnte. Ein Glücksgriff, wie sich herausgestellt hat. Nicht nur, weil das Haus an sommerlichen Frühlingswochenenden wie diesem üblicherweise ausgebucht ist.

Wir kommen ins Gespräch und erfahren Spannendes über ein außergewöhnliches Wohnprojekt. Philipp und die anderen Kinder und Jugendlichen leben nämlich in familienanalogen Wohngruppen. Davon gibt es gleich sieben in Hamburg und Schleswig-Holstein. Anders als in anderen Einrichtungen wachsen Kinder, die aus den verschiedensten Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern bleiben können, oft von klein an in einer Art Pflegefamilie auf, bei denen die „Eltern“ Profis sind und zumindest über eine erzieherische oder sozialpädagogische Ausbildung verfügen. Hauptangestellt bei der Mission kümmern sie sich in stationären Heimeinrichtungen rund um die Uhr, 365 Tage lang um ihre Schützlinge – wohnen dort, verbringen ihr Leben gemeinsam mit ihnen, führen sie nach Möglichkeit wieder zurück in ihre Ursprungsfamilien oder entlassen sie im anderen Fall als sozial und emotional reife junge Erwachsene ins eigene Leben.

Siggi macht den Job seit über 20 Jahren. Sie und ihre Kollegin Astrid betreuen derzeit fünf Kinder. Der älteste der Gruppe ist gerade volljährig geworden und ist vor kurzem ausgezogen. Und Siggis erstes Kind von damals ist 30 und kommt, wie sie erzählt, noch immer wieder gerne „nach Hause“.

Astrid hat vorher in einer klassischen Wohngruppe gearbeitet – der Job jetzt erfüllt sie aber deutlich mehr: „Dort bin ich nach 24 Stunden nach Hause gegangen, war immer wieder raus aus dem Alltag der Kids. Auch, wenn ich Urlaub gemacht habe und dort das Leben weiterging. Hier bin ich ganz nah dran, kann besser investieren, auch emotional. Das ist irgendwie natürlicher – bei uns können sie wirklich Wurzeln schlagen.“ Dabei achten die „Eltern auf Zeit“ darauf, dass der Kontakt zu den leiblichen Eltern nach Möglichkeit gepflegt wird und beide Seiten nicht in Konkurrenz zueinander treten.

Das Konzept scheint zu greifen. Das Gelände ist erfüllt von Lachen, Lärmen und einem friedlichen und freundlichen Miteinander. Es ist schön, mit anzusehen, wie wohl sich diese Jungs und Mädels offensichtlich fühlen – von ihrer familiären Basis zu hören, das Gefühl zu haben, wie gut ihnen das tut. Robin (Name geändert), gerade volljährig geworden, erzählt mir noch, von seinem Leben in der Gruppe. Ihm gefällt es besonders gut, dass seine „Familie“ einen Pferdestall gepachtet hat, den er und die anderen Jugendlichen jedes Wochenende besuchen. Er steht kurz vor dem Schulabschluss und will später als Garten- und Landschaftsbauer arbeiten – ein junger Mann, der ganz augenscheinlich mit Hilfe seiner Betreuer eine Perspektive für sich entdeckt hat.

Martin Albermann, zuständig für die Jugendhilfeeinrichtungen bei der Großstadtmission, betont: „Wir achten stark auf die Qualität der Betreuung, überlassen nichts dem Zufall. Die Mitarbeiter dokumentieren ihre Arbeit täglich, jeder muss sich reflektieren, bei dem was wir tun, achten wir auf maximale Transparenz.“

Das gemeinsame Wochenende – eine Idee seiner Mitarbeiter – ist mehr oder minder eine Premiere: Eine gelungene. „Das ist sowas wie ne Tankstelle“, schwärmt Siggi, „Das tut uns so gut, schweißt zusammen. Die Kinder kennen sich zwar von Ausflügen, haben hier aber nochmal enger zusammengefunden. Wir konnten uns entspannt untereinander austauschen. Einfach klasse ist das hier – wir planen schon das nächste Jahr.“

Abschließend frage ich Siggi noch, was das Schönste an ihrer Arbeit ist. Sie grinst breit, ein wenig versonnen dabei, muss aber nicht lange überlegen: „Wenn wir zur Hochzeit eingeladen werden“. Noch dieses Jahr ist es bei ihrem allerersten Schützling soweit – und sie wird vermutlich dabei die eine oder andere Träne verdrücken…

 Jana Fink


Donnerstags-Gebet in der Palmaille

Die Welt ist an vielen Stellen in Unordnung geraten. Kriege, Egoismen, Hass und Nationalismus und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten trennen Menschen voneinander; Angst und Not, Flucht und Elend, Tod und Verderben Hunderttausender, ja vieler Millionen Menschen verbreiten sich immer mehr.

„Wenn ihr mich in meinem Namen um etwas bitten werdet: Ich werde es tun!“ (Joh 14,14). Diese Zusage Jesu ist eine Einladung an uns. Verschiedene Erlebnisse und Erfahrungen haben mich dazu bewogen, die Initiative zu ergreifen für ein

Donnerstags-Gebet in der Palmaille.

Ich freue mich, wenn der oder die Eine oder Andere sich daran beteiligen möchte. Die Anzahl der Beteiligten ist nicht entscheiden. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“, sagt Jesus.

Der Termin am Donnerstag um 18 Uhr soll verbindlich sein, aber die Teilnahme – nicht jeder kann sich von vorneherein auf Dauer verpflichten – ist offen für Jedermann.  Beginn soll der 3. August 2017 sein

Jeder Beteiligte kann seine eigenen Gebetsanliegen beitragen.

Nach dem Gebet wollen wir noch beieinander bleiben und miteinander das von jedem Mitgebrachte essen und trinken. Dabei soll dann auch Gelegenheit sein, miteinander zu reden über Vergangenes und Zukünftiges, all das, was uns bewegt.

Ich freue mich auf Euch/Sie.

Joachim Matthes


„2017-2018-2019“ Wie und warum wir das Reformationsjubiläum feiern

EinblickeAusblickeMit der Predigtreihe „Allein durch das Wort“ haben wir Hamburger den ersten Akzent mit Blick auf das Reformationsjubiläum gesetzt. Der Hype um Luther ist auf der EKD-Ebene immens – angefangen mit der streitbaren Playmobil-Lutherfigur. Kirchengeschichtlich wäre es jedoch verbohrt, wenn nicht kurzsichtig, 2017 „Allein auf/durch Luther“ zu tönen. Reformierte Christinnen und Christen wissen um die Anfechtbarkeit jeglichen Personenkults; und der Blick in die wechselhafte Rezeptionsgeschichte des Lutherbildes durch die Jahrhunderte hindurch lehrt uns, dass der Zeitgeist dem Augustinermönch sein jeweiliges Gepräge verliehen hat.

Noch immer ringen wir Protestanten mit der Frage, ob und warum Katholiken mit eingeladen, ob das Verhältnis zu den „Täufern“ (heute Mennoniten, Baptisten) – von Luther heftig angegriffen – zurechtgerückt, ob Luthers berühmte Exklusivartikel „Allein Christus…aus Gnade…im Wort… durch den Glauben“ nicht modernisiert und der „Judenmission“ endgültig (die EKD-Synode in Magdeburg hat ́s beschlossen) eine Absage erteilt werden sollten. Luther bleibt sperrig, widersprüchlich, anfechtbar.

Und doch lassen sich Gründe genug finden, dieses Jubiläum zu feiern: allein die leidenschaftliche Hinwendung zur Schrift, deren Übersetzung in die National­sprachen und die erstmalige uneingeschränkte Beteiligung von Laien in der Kirche sind großartige Errungen­schaften; noch heute geben sie uns Impulse zur Erneuerung und Gestaltung der Kirche.So nimmt die reformierte Kirche in Hamburg an den Feierlichkeiten des Jubiläums 2017 teil und stellt auch ihr eigenes bescheidenes Fest­programm vor. Die genauen Termine finden Sie unter Termine oder entnehmen Sie bitte dem jeweils aktuellen Gemeindeblatt.

Reiner Kuhn


Beten für den Frieden

Am 3. Advent hat sich die Ev.-ref. Kirche mit den Christen und Christinnen in Syrien und im Libanon/National Synod of Syria and Lebanon (NESSL) verbunden. Zeitgleich und mit gemeinsamer Liturgie haben wir Gottesdienst gefeiert und für den Frieden gebetet.
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Betreuung von Obdachlosen

Es lohnt sich, wieder mal einen Blick auf die Seite „Frühstück für alle“ zu werfen. Sie finden dort einen filmischen Beitrag zur Betreuung von Obdachlosen in Hamburg. Vielleicht annimiert Sie das zum Mithelfen oder die Betreuung durch Spenden zu unterstützen.