Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg

#wirschickeneinschiff

Die Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg hat sich dem Aktionsbündnis „United4Rescue – Gemeinsam Retten“ angeschlossen und unterstützt mit einer Spende das Bemühen des Bündnisses, so schnell wie möglich ein zusätzliches Rettungsschiff auf dem Mittelmeer in den Einsatz zu bringen.

Das tausendfache Sterben an der europäischen Außengrenze darf nicht weitergehen. Seenotrettung ist humanitäre Pflicht und staatliche Aufgabe. Alle Menschen, die bei ihrem Weg über das Mittelmeer ertrinken, haben Schutz und eine menschenwürdige Zukunft für sich und ihre Familien gesucht. Verfolgung, Krieg, Armut, Unrecht und Klimawandel haben sie dazu gebracht, ihre Heimat zu verlassen.

Mit den anderen Partnern von United4Rescue eint uns die Überzeugung, dass eine menschenrechtsbasierte Migrations- und Flüchtlingspolitik möglich ist. Wir erwarten von den europäischen Regierungen überzeugende Lösungen.


Adventskalender zum Thema „Seenotrettung“

Auch 2019 gibt es wieder einen Online-Adventskalender der Flüchtlingsbeauftragten der Nordkirche, mit der auch unsere Gemeinde u.a. beim Kirchenasyl zusammenarbeitet. Pastorin Dietlind Jochims schreibt dazu: „Wir laden euch ein, ab dem 1. Dezember jeden Tag ein Türchen zu öffnen. Ihr werdet 24 Blicke auf Flucht und Rettung von Geflüchteten, Seenotrettern, aus Gemeinden und von Pastor*innen, lesen können. Die Erzähler*innen leben ganz überwiegend hier im Norden als unsere Nachbarinnen und Nachbarn. […] Vielleicht teilt ihr auch die Einschätzung, die sich daraus ergibt: Wir werden uns weiter für den Schutz von Geflüchteten in besonderen Notlagen einsetzen, denn: Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.“

Hier finden Sie den Adventkalender: www.seenotrettung-adventskalender.de


Immer aktuell informiert

Das Gemeindeblatt erscheint alle zwei Monate und bringt neben Berichten und anderen Beiträgen Informationen zu Veranstaltungen unserer Gemeinde. Gerne würden wir Sie aber auch zwischendurch per E-Mail auf aktuelle Termine hinweisen. Wir werden dazu ab Dezember in der Kanzlei folgende thematische Verteiler einrichten:

  • Glaube & Theologie
  • (Kirchen-)Musik
  • Kultur
  • Gesellschaft & Politik
  • Kinder & Familie
  • Freizeiten

In den kommenden Wochen erhalten Sie in unseren Gemeindezentren, bei Gemeindenachmittagen und Gesprächskreisen, an denen Sie teilnehmen, die Möglichkeit, sich in die Verteiler einzutragen, die Sie interessieren. Sie können aber auch einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Eintrag in Verteiler“ an kanzlei@erk-hamburg.de schicken und die Verteiler angeben, in die wir Sie aufnehmen sollen. Vielen Dank!


Bleibet hier und wachet mit mir

Die Festnahme der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete durch italienische Behörden Ende Juni auf Lampedusa hat die Rettung Geflüchteter auf dem Mittelmeer erneut ins Zentrum des medialen Interesses und der öffentlichen Diskussion gerückt. Das ist eine gute Nachricht. Eine gute Nachricht war auch, dass Carola Rackete relativ schnell wieder frei kam.

Das beharrliche Engagement der privaten Seenotretter ist bewundernswert; sie handeln konsequent und gehen dabei auch persönliche Risiken ein. In der allgemeinen Empörung über die Kriminalisierung der Retter droht jedoch das Schicksal der zu Rettenden, der Geretteten und der nicht Geretteten, sondern im Mittelmeer Ertrunkenen mitunter in Vergessenheit zu geraten.

Angesichts dessen war es uns im Kirchenrat ein Bedürfnis, etwas zu tun, das die öffentliche Aufmerksamkeit für die Bootsflüchtlinge wachhält und auf die Notwendigkeit politischen Handelns hinweist. Wir haben uns sehr gefreut, dass unser Vorschlag einer gemeinsamen Initiative zum Thema Rettung Geflüchteter auf dem Mittelmeer bei den anderen Hamburger Citykirchen spontan großes Echo fand.

Seit dem 22. August und noch bis in den November hinein versammeln sich nun immer donnerstags um 17.15 Uhr Menschen an der Hauptkirche St. Petri und beten und demonstrieren unter dem Motto „Seenotrettung. Jetzt!“ Auch die Pastores unserer Gemeinde beteiligen sich an den Andachten: Rainer Kuhn am 26. September, Thomas Raape am 3. Oktober. Kommen Sie donnerstags dazu und unterstützen Sie das Anliegen!

Die Seenotrettung darf nicht allein in privater Hand liegen; sie ist eine staatliche Aufgabe. Doch es geht nicht nur um die Rettung der Menschen in den Booten vor dem Ertrinken. Die EU-Staaten müssen sich dringend auf ein Verfahren zur Verteilung der Geretteten innerhalb Europas einigen und eine gemeinsame Migrationspolitik entwickeln, die sichere und legale Fluchtrouten ermöglicht. Diese Forderungen formulierten bereits Anfang Juni der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Leoluca Orlando, der Bürgermeister von Palermo, in ihrem Palermo-Appell. Unsere Gemeinde hat sich diesem Appell gemeinsam mit den anderen Citykirchen angeschlossen.

Wie geht es in der politischen Diskussion weiter? Am 23. September haben sich auf Malta einige EU-Länder auf einen vorläufigen Mechanismus zur Verteilung der Geflüchteten innerhalb Europas geeinigt; Details werden jedoch erst beim Treffen der europäischen Innenminister Anfang Oktober vereinbart. Wir wollen den Prozess durch unser Gebet unterstützen und durch Demonstration dazu beitragen, das öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit politischen Handelns wach zu halten – solange es nötig ist.


Geschäftsführer (w/m/d) für die Evangelisch-reformierte Stiftung Altenhof gesucht

Die Evangelisch-reformierte Stiftung Altenhof in Hamburg sucht zum 1.1.2020 einen Geschäftsführer (w/m/d) in Teil- oder Vollzeit.

Stellenausschreibung mit allen Details als PDF

Die Evangelisch-reformierte Stiftung Altenhof ist eine Einrichtung, die in den Arbeitsbereichen stationäre Altenpflege (118 Plätze), Servicewohnen (45 Wohneinheiten), ambulanter Hospizdienst und ambulante Palliativversorgung tätig ist.

Bewerbungen werden bis zum 30.9.2019 erwartet.

Für weitergehende Informationen stehen der jetzige Geschäftsführer Herr Eilts (Tel. 040 22 94 11 980) oder die Vorsitzende des Stiftungsvorstands Frau Dr. Schlaich (clara.schlaich@erk-hamburg.de) zur Verfügung.


Veranstaltungsreihe zum Karl-Barth- und zum Zwingli-Jahr 2019

2019 begeht die reformierte Kirche gleich zwei Jubiläen: Ein Karl-Barth-Jahr erinnert an den am 10. Dezember 1968 verstorbenen Theologen. Mit seinem 1919 erstmals veröffentlichten Römerbriefkommentar und seiner großen Dogmatik hat er die Theologie des 20. Jahrhunderts ganz entscheidend geprägt. Zudem gilt Barth als Hauptautor der Barmer Theologischen Erklärung von 1934, die dem Eindringen des Nationalsozialismus in die Evangelische Kirche scharf widersprach.

Daneben erinnern wir uns auch an das Jahr 1519, das für die reformierten Kirchen den Beginn der Reformation markiert. In jenem Jahr trat der Schweizer Reformator Ulrich Zwingli seinen Dienst am Zürcher Großmünster an.

Wir haben für dieses Doppel-Jubiläum eine Veranstaltungsreihe geplant: mit einem Fokus auf Barth im Frühjahr und einem Zwingli-Schwerpunkt im Herbst.

Flyer zur Veranstaltungsreihe als PDF

Ganz herzlich laden wir Sie zu Ausstellung, Film, Vortrag, Lesung und Predigt ein: Kommen Sie, lassen Sie sich von diesen beiden sehr unterschiedlichen, aber für die reformierte Kirche prägenden theologischen Persönlichkeiten anregen und tauschen Sie sich mit anderen Gemeindegliedern dazu aus.

Die einzelnen Veranstaltungen finden Sie auch in unserer Terminübersicht.


„Klimafasten“ in der Passionszeit

Wir kennen die Fakten, lesen die Schlagzeilen und sehen die Talkshows: der Klimawandel wird kommen. Zur medialen Inszenierung gehören auch die Lippenbekenntnisse und halbherzigen Entscheidungen der Politiker und Politikerinnen, die uns oft rat- und tatlos auf der Zuschauertribüne zurücklassen. Aber abseits der großen Bühnen gedeihen mittlerweile schon viele Initiativen zum Mitmachen, die Mut machen. Dazu gehört auch die Aktion „Klimafasten“ einiger evangelischer Landeskirchen und katholischer Bistümer.

Auch bei uns gibt es seit einiger Zeit einen kleinen Kreis, der sich mit Fragen der Nachhaltigkeit in unserem Gemeindealltag auseinandersetzt. In diesem Kreis entstand die Idee, sich von der Klimafastenaktion inspirieren zu lassen. Mit dem biblischen Leitsatz „So viel du brauchst“ regt die Fastenaktion dazu an, sich Zeit zu nehmen, das eigene Handeln im Alltag zu überdenken, Neues auszuprobieren und etwas zu verändern. Und weil das gemeinsam mehr Spaß macht als alleine, wollen wir an vier Abenden über die Themen der Fastenaktion ins Gespräch und in Aktion kommen.

Die Gruppe mit Pastor Thomas Raape trifft sich jeweils mittwochs um 19 Uhr im Gemeindezentrum in der Ferdinandstraße 21.

27. Februar: Vorstellung der Aktion „So viel du brauchst“ und der verschiedenen Möglichkeiten des Klimafastens. Was nehme ich mir vor?

13. März: Erfahrungsaustausch. Film zum Thema. Ausblick auf die nächsten Wochen.

27. März: Erfahrungsaustausch. Evtl. gemeinsames „klimagerechtes“ Kochen und Essen. Ausblick auf die kommenden Wochen.

17. April: Erfahrungsaustausch. Rückblick. Ausblick: Und wie geht‘s weiter?

Wenn Sie an den Treffen und der Aktion „Klimafasten“ teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 22. Februar in der Kanzlei.

Und wer sich schon vorab informieren möchte: www.klimafasten.de


Gott trifft Mensch: Karl-Barth-Jahr 2019

Ein Karl-Barth-Jahr erinnert an den am 10. Dezember 1968 verstorbenen Theologen, der als Kirchenvater des 20. Jahrhunderts gilt. Achim Detmers, Generalsekretär des Reformierten Bundes und Initiator dieses Themenjahrs, erhofft sich eine „Wiederentdeckung der radikalen Fragen, mit denen Barth Kirche und Theologie aufgemischt hat und bis heute herausfordert“.

Der reformierte Schweizer Theologe Barth hat seit den 1920er Jahren als akademischer Lehrer Generationen evangelischer Theologinnen und Theologen geprägt. Er gilt als Hauptautor der Barmer Theologischen Erklärung von 1934, die dem Eindringen des Nationalsozialismus in die Evangelische Kirche scharf widersprach. In der Zeit des Kalten Krieges engagierte er sich für eine Versöhnung der Völker in Ost- und Westeuropa und erhob seine Stimme gegen die Wiederbewaffnung beider deutscher Staaten und gegen die atomare Aufrüstung. Barths Werk findet bis heute international große Beachtung.

Auch unsere Gemeinde würdigt Karl Barth und diskutiert seine Theologie.

Geplant sind u.a. eine Ausstellung sowie eine Vortragsreihe. Details bietet der Beitrag von Pastor Dr. Reiner Kuhn im aktuellen Gemeindeblatt (S. 14).

Informationen zu Karl Barth finden Interessierte u.a. auf der Website zum Karl-Barth-Jahr. Empfehlenswert sind auch das Interview mit der Barth-Biografin Prof. Dr. Christiane Tietz in der Mediathek des Deutschlandfunk sowie weitere Beiträge dort.

Das Barth-Jahr ist eine Veranstaltung des Reformierten Bundes. Der Reformierte Bund ist der Dachverband der etwa 1,5 Millionen reformierten Gemeindeglieder in Deutschland. Kooperationspartner sind neben der Union Evangelischer Kirchen (UEK) auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK).


Reformierte Diakonie tagt in Hamburg zu Fragen der Integration

Die Jahreskonferenz des Diakonischen Werkes der Evangelisch-reformierten Kirche beschäftigt sich in diesem Jahr mit der Vielfalt unserer Gesellschaft und der Integration. Die Tagung steht unter der biblischen Überschrift „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid…“ (Matthäus 11, 28). Dazu kommen am kommenden Samstag, 20. Oktober, etwa 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen in unser Gemeindezentrum in der Ferdinandstraße.

„In den vergangenen Jahren war die Unterbringung und erste Versorgung von geflüchteten Menschen die vordringliche Aufgabe“, sagt Bernd Roters, Pastor in Veldhausen (Grafschaft Bentheim) und Vorsitzender des Diakonischen Werkes. „Das haben wir in Deutschland gut bewältigt. Wir stehen nun vor der wirklichen Herausforderung der Integration.“ Dies betreffe den Arbeitsmarkt, das Zusammenleben in Schule und Kindergarten, das Freizeitverhalten und die Begegnung im Alltag. „Mit der Bereitschaft auf die Fremden zuzugehen und sie in unserer Gesellschaft aufzunehmen, drücken wir unseren christlichen Glauben aus“, betont Roters. Mit dieser Diakonischen Konferenz wolle die Evangelisch-reformierte Kirche ganz praktische Anregungen für eine gelingende Integration liefern und die Kirchengemeinden in ihrer Arbeit vor Ort stärken.

Hauptredner der Konferenz ist Tobias Woydack, Vorstand des Diakonischen Werkes in Hamburg. Er hält ein Grundsatzreferat, wie die Hamburger Diakonie die Frage der Integration angeht. Petra Lotzkat, Staatsrätin der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration in Hamburg, informiert über die besondere Situation einer Großstadt.

Am Nachmittag können die Konferenzteilnehmer verschiedene diakonische und soziale Projekte besuchen. Die Konferenz schließt am Sonntag mit dem Gemeindegottesdienst um 10 Uhr.

Die Diakonische Konferenz der Evangelisch-reformierten Kirche tagt einmal pro Jahr jeweils zu einem Schwerpunktthema. Im vergangenen Jahr stand das Thema des Umgangs mit einer immer älter werdenden Gesellschaft auf der Tagesordnung.


Konzert von DUNYUIXOLA aus Togo

Freitag, 14. September, 19.30 Uhr, Ferdinandstr.
DUNUIXOLA…dieser Name bedeutet übersetzt: Überbringer der guten Nachricht!
 Was gäbe es für eine bessere Botschaft, als einladend zu singen, zu tanzen und sich zu begegnen? Eine ganz besondere Chance von Süd-Nord-Austausch unter Christen. Eine einmalige Gelegenheit der Begegnung. Die Sängerinnen und Sänger des westafrikanischen Togo haben sich für dieses große Chorprojekt extra neu zusammengefunden und bereits Wochen und Monate vor der Reise intensiv geprobt. Gesang, Tanz und Trommelspiel. Kostüme wurden eigens für diese Tournee angefertigt und Workshops ausgearbeitet.
In einem straffen Zeitplan reisen sie nun über einen Monat durch den Norden Deutschlands, um uns ihre Kultur zu präsentieren. Über die Hälfte der Konzerte findet in derMetropolregion Bremen-Oldenburg-Hamburg statt Dieser starke Fokus liegt zum einen im Sitz der Norddeutschen Mission begründet, aber auch weithin im Umland werden Auftritte und Workshops realisiert. In den weit verstreuten evangelisch-reformierten Kirchen, der Lippischen Landeskirche und natürlich im Bereich Wilhelmshaven bis hin nach Hamburg finden Begegnungen statt. Chorauftritte in Kulturzentren, Begegungsstätten und Schulen der Region wirken da mit starker Symbolkraft. Multikulturell verbindend und im Gespräch zwischen kirchlichen und außerkirchlichen Orten.
Auch unsere Gemeinde ist mit der Nordeutschen Mission verbunden. Zur Zeit ist Germaine Kpelly als Süd-Nord-Freiwillige für ein Jahr in unserer Gemeinde tätig. Sie stammt ebenfalls aus Togo und wir können im Gemeindenachmittag nach ihren Eindrücken fragen. Vor dem Konzert wird Hannes Menke, der Generalsekretär der Norddeutschen Mission, um 18 Uhr einen kurzen Einblick in die Verästelungen und Arbeitsgebiete der Norddeutschen Mission gewähren.
Eines ist garantiert: bei den Konzerten von DUNYIXOLA geht es weder steif noch leise zu. Hier wird in einer Lebendigkeit Musik zelebriert, die einfach mitreißt und uns nicht nur mit den Zehen wippen lässt, sondern automatisch den ganzen Körper erfasst!
Reiner Kuhn

  1. August 2020
    03
    1. bis Seniorenfreizeit – Ratzeburg