Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg

Neue Mitglieder für den Kirchenrat gewählt

Am 25. April stellten sich sieben Kandidatinnen und Kandidaten für ebenso viele im Kirchenrat unserer Gemeinde neu zu besetzende Plätze zur Wahl. Da es keine Gegenkandidat:innen gab, wurde über diese Liste, den sog. Wahlaufsatz, insgesamt abgestimmt.

Die Auszählung der 215 gültigen Stimmzettel ergab 199 Ja-Stimmen und 11 Nein-Stimmen. Die bei einer Wahl ohne Gegenkandidat:innen erforderliche Zweidrittelmehrheit wurde somit erfreulicherweise nicht nur erreicht, sondern weit übertroffen. Dies und die für eine Kirchenratswahl gar nicht schlechte Wahlbeteiligung von 7,3% gibt dem Kirchenrat ein starkes Mandat für die nächsten Jahre. Sehr viele Gemeindeglieder hatten die Möglichkeit der Briefwahl genutzt.


Frei von Sklaverei und Tod: Pessach beziehungsweise Ostern

Im Jahr 321 verfasste der Kaiser Konstantin ein Dekret, indem er den Kölner Juden gestattete, Ämter in der Verwaltung der Stadt anzunehmen. 2021 erinnern wir uns daran, dass Juden und Jüdinnen seit 1700 Jahren in Deutschland leben.

In einer gemeinsame Aktion veröffentlicht die ökumenisch verantwortete Kampagne #beziehungsweise –jüdisch und christlich: näher als du denkst jeden Monat ein anderes Plakat zu diesem Gedenkjahr, das auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede vom jüdischen und christlichen Glauben und Leben hinweist, u.a. das hier dargestellte mit Blick auf Pessach und Ostern.

Juden und Jüdinnen überall auf der Welt feiern zu Pessach eine Woche lang die Befreiung Israels aus der Sklaverei Ägyptens. Dieses Fest ist für jüdische Menschen – religiöse wie säkulare – seit uralter Zeit das zentrale, identitätsstiftende Fest, das jung und alt gemeinsam begehen. Während der Pessachwoche werden alle Getreideprodukte aus dem Haus geschafft und stattdessen die Matzah, das „ungesäuerte Brot“, gegessen.

Das eigentliche Fest beginnt mit dem Sederabend: Jede Familie oder Freundesgruppe versammelt sich zu einem festlichen Essen, das einer bestimmten Ordnung, einer „Seder“ folgt. Im Zentrum steht das gemeinsame Lesen der Haggadah, der alten Erzählung von der Befreiung aus Ägypten. Dazu werden symbolische Speisen verzehrt, die die Bitternis der Sklaverei verdeutlichen sollen. Dieses Ritual richtet sich an jeden der teilnimmt, Kinder und Erwachsene. Alle sollen sich als Teil dieser großen alten Geschichte fühlen.

Auch Jesus und seine Jünger haben das Pessachfest gefeiert bevor Jesus verhaftet wurde und am Kreuz starb. Und doch unterscheiden sich Pessach und Ostern. Ostern folgt einer anderen Erzählung. Im Neuen Testament wird die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem (Palmsonntag), von der Nacht in Gethsemane, von Verhaftung und Tötung Jesu bis hin zu seinem Begräbnis und der Auferstehung erzählt. Christen und Christinnen begehen die letzten Tagen Jesu über Gründonnerstag bis zu seinem Tod am Karfreitag und feiern dann die Freude der Auferstehung.

Gemeinsam aber sind Pessach und Ostern die Feier der Befreiung. Im Pessachfest ist es die Rettung aus der Sklaverei, im Osterfest die Befreiung von Tod und Schuld. Pessach und Ostern sind also nicht dasselbe – und doch miteinander verwandt.

Ulrike Litschel


Brennpunkt Belarus – Auch Reformierte tragen die Opposition mit

Seit 18 Jahren hat unsere Gemeinde Kontakte nach Belarus zur kleinen reformierten Gemeinde in der Hauptstadt Minsk. Mehrere Male hat auch eine Delegation unsere Partner vor Ort besucht. Zuletzt war Pastor Reiner Kuhn 2018 in „Weißrussland“, wie der Staat bei uns bis vor kurzem meist genannt wurde.

Für das Magazin reformiert sprach Ulf Preuß, Pressesprecher der Evangelisch-reformierten Landeskirche, mit Reiner Kuhn. Wir veröffentlichen hier das Interview in Auszügen. Das gesamte Interview finden Sie in reformiert 1/2021.

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Wie positionieren sich Ihre belarussischen Partner im Konflikt zwischen den zehntausenden Demonstranten und den Machthabern im Land?

Mehrheitlich unterstützt die kleine reformierte Gemeinde den friedlichen Protest auf der Straße. Sie stellen Erste-Hilfe-Pakete bereit und verstecken sie am Straßenrand. Manche Gemeindeglieder haben Frauen und Männer aus den Händen der Polizei und der Sondereinheit befreit, ihnen unerschrocken aus den Händen gerissen! Die Solidarität und der Mut sind unglaublich groß!

[…]

Gibt es auch in der Gemeinde Opfer der staatlichen Gewalt?

Zum Glück sind bisher keine Gemeindeglieder misshandelt worden. In der Vergangenheit wurden Gottesdienste durch den Geheimdienst bespitzelt. Und bei früheren Demonstrationen, etwa bei den Wahlen 2010, kam es zu kurzzeitigen Verhaftungen einiger Gemeindeglieder. Die reformierte Gemeinde ist offiziell nicht registriert. Sie erhält keine Förderung wie die belarussische orthodoxe Kirche, geschweige denn staatliche Gelder. Das macht sie angreifbar und zerbrechlich, gleichzeitig aber auch unabhängig und beweglich. Während der Proteste in den letzten Monaten hat mein Hauptansprechpartner durch staatlichen Druck seine Beschäftigung verloren.

[…]

Gibt es Äußerungen Ihrer belarussischen Partner dazu, wie wir aus Deutschland ihnen helfen und beistehen können?

Unsere Partnergemeinde fordert uns auf, auf möglichst allen Kanälen die friedliche Demokratiebewegung zu unterstützen. Der Freiheitskampf auf der Straße ist auch ihr Kampf um religiöse Selbstbestimmung und Anerkennung. Und sie bittet uns, für die Menschen in Belarus zu beten. Eine konkrete Hilfe wären geistliche Patenschaften für politisch Inhaftierte. Dies schafft Öffentlichkeit und fördert bessere Haftbedingungen und rechtlichen Beistand. Die EKD – vielleicht ja auch unsere Landeskirche – könnte diese Unterstützung erwägen.


Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.

Unsere Kirche unterstützt gemeinsam mit anderen Kirchen der EKD die Initiatve „United4Rescue“ zur zivilen Seenotrettung im Mittelmeer. Wie wichtig das Thema ist, machen die Zahlen deutlich: 2019 fanden 1.327 Menschen den Tod bei der Flucht über das Mittelmeer oder sind vermisst. 2020 geht das Sterben weiter; die Rettung wird erschwert durch den Corona-Lockdown in Europa.

Eine sehenswerte Dokumentation zu der Initiative „United4Rescue“ finden Sie in der Mediathek der ARD:

Wir schicken ein Schiff

„Europa verliert seine Seele“, sagt der EKD-Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm in dem Beitrag und ruft zu Handeln auf.

 


Wieder Gottesdienste in der Gemeinde

Nach acht Wochen Online-Andachten wollen wir ab dem 24. Mai wieder Gottesdienst mit lebendiger Beteiligung der Gemeinde feiern! Wir haben ein Schutzkonzept entwickelt, das dies trotz der Corona-Epidemie erlaubt. Zu dem Konzept gehört, dass wir im Gemeindezentrum den nötigen Abstand zwischeneinander einhalten, einen Mund-Nase-Schutz tragen und auf das Singen verzichten.

Schutzkonzept als PDF

Wenn Sie die nächsten Gottesdienste besuchen möchten, melden Sie sich bitte vorher telefonisch oder per E-Mail in der Kanzlei an, denn zunächst sind nur 25 Gottesdienstteilnehmer und -teilnehmerinnen zugelassen. Im Laufe der kommenden Wochen werden wir, wenn es möglich ist, diese Anzahl erhöhen.

Wir bitten Sie außerdem, zum Gottesdienst rechtzeitig vor Ort zu sein.

Wie lange es dauern wird, bis wir wieder in gewohnter Form Gottesdienste feiern können, können wir heute nicht sagen. Lassen Sie uns mit Zuversicht in die Zukunft blicken und daran mitwirken, dass die Lebendigkeit in unsere Gemeinde zurückkehrt!


Unterstützung gesucht beim „Frühstück für alle“ während der Coronazeit

Auch während der Kontaktsperre versorgen ehrenamtliche Helfer*innen vom „Frühstück für alle“ in der Palmaille an jedem Sonnabend bedürftige und/oder obdachlose Menschen. Brote werden geschmiert und in Tüten verpackt, Kaffe und Tee gekocht und alles zusammen vor die Eingangstür auf Tische gestellt. Von dort bedienen die Gäste sich selbst. Dabei kommen sie mit den Helfer*innen nicht in Berührung.

Viele der Ehrenamtlichen gehören zur Risikogruppe der Älteren und können in diesen Coronazeiten nicht mehr mitarbeiten. Wir suchen also jüngere Menschen, die Zeit und Lust haben, hin und wieder einmal sonnabends von 7 bis 11 Uhr mitzuhelfen. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bei Ulrike Litschel (Tel. 38 29 19) oder Eva Erman (Tel. 602 25 24).


#wirschickeneinschiff

Die Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg hat sich dem Aktionsbündnis „United4Rescue – Gemeinsam Retten“ angeschlossen und unterstützt mit einer Spende das Bemühen des Bündnisses, so schnell wie möglich ein zusätzliches Rettungsschiff auf dem Mittelmeer in den Einsatz zu bringen.

Das tausendfache Sterben an der europäischen Außengrenze darf nicht weitergehen. Seenotrettung ist humanitäre Pflicht und staatliche Aufgabe. Alle Menschen, die bei ihrem Weg über das Mittelmeer ertrinken, haben Schutz und eine menschenwürdige Zukunft für sich und ihre Familien gesucht. Verfolgung, Krieg, Armut, Unrecht und Klimawandel haben sie dazu gebracht, ihre Heimat zu verlassen.

Mit den anderen Partnern von United4Rescue eint uns die Überzeugung, dass eine menschenrechtsbasierte Migrations- und Flüchtlingspolitik möglich ist. Wir erwarten von den europäischen Regierungen überzeugende Lösungen.


Adventskalender zum Thema „Seenotrettung“

Auch 2019 gibt es wieder einen Online-Adventskalender der Flüchtlingsbeauftragten der Nordkirche, mit der auch unsere Gemeinde u.a. beim Kirchenasyl zusammenarbeitet. Pastorin Dietlind Jochims schreibt dazu: „Wir laden euch ein, ab dem 1. Dezember jeden Tag ein Türchen zu öffnen. Ihr werdet 24 Blicke auf Flucht und Rettung von Geflüchteten, Seenotrettern, aus Gemeinden und von Pastor*innen, lesen können. Die Erzähler*innen leben ganz überwiegend hier im Norden als unsere Nachbarinnen und Nachbarn. […] Vielleicht teilt ihr auch die Einschätzung, die sich daraus ergibt: Wir werden uns weiter für den Schutz von Geflüchteten in besonderen Notlagen einsetzen, denn: Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.“

Hier finden Sie den Adventkalender: www.seenotrettung-adventskalender.de


Immer aktuell informiert

Das Gemeindeblatt erscheint alle zwei Monate und bringt neben Berichten und anderen Beiträgen Informationen zu Veranstaltungen unserer Gemeinde. Gerne würden wir Sie aber auch zwischendurch per E-Mail auf aktuelle Termine hinweisen. Wir werden dazu ab Dezember in der Kanzlei folgende thematische Verteiler einrichten:

  • Glaube & Theologie
  • (Kirchen-)Musik
  • Kultur
  • Gesellschaft & Politik
  • Kinder & Familie
  • Freizeiten

In den kommenden Wochen erhalten Sie in unseren Gemeindezentren, bei Gemeindenachmittagen und Gesprächskreisen, an denen Sie teilnehmen, die Möglichkeit, sich in die Verteiler einzutragen, die Sie interessieren. Sie können aber auch einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Eintrag in Verteiler“ an kanzlei@erk-hamburg.de schicken und die Verteiler angeben, in die wir Sie aufnehmen sollen. Vielen Dank!


Bleibet hier und wachet mit mir

Die Festnahme der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete durch italienische Behörden Ende Juni auf Lampedusa hat die Rettung Geflüchteter auf dem Mittelmeer erneut ins Zentrum des medialen Interesses und der öffentlichen Diskussion gerückt. Das ist eine gute Nachricht. Eine gute Nachricht war auch, dass Carola Rackete relativ schnell wieder frei kam.

Das beharrliche Engagement der privaten Seenotretter ist bewundernswert; sie handeln konsequent und gehen dabei auch persönliche Risiken ein. In der allgemeinen Empörung über die Kriminalisierung der Retter droht jedoch das Schicksal der zu Rettenden, der Geretteten und der nicht Geretteten, sondern im Mittelmeer Ertrunkenen mitunter in Vergessenheit zu geraten.

Angesichts dessen war es uns im Kirchenrat ein Bedürfnis, etwas zu tun, das die öffentliche Aufmerksamkeit für die Bootsflüchtlinge wachhält und auf die Notwendigkeit politischen Handelns hinweist. Wir haben uns sehr gefreut, dass unser Vorschlag einer gemeinsamen Initiative zum Thema Rettung Geflüchteter auf dem Mittelmeer bei den anderen Hamburger Citykirchen spontan großes Echo fand.

Seit dem 22. August und noch bis in den November hinein versammeln sich nun immer donnerstags um 17.15 Uhr Menschen an der Hauptkirche St. Petri und beten und demonstrieren unter dem Motto „Seenotrettung. Jetzt!“ Auch die Pastores unserer Gemeinde beteiligen sich an den Andachten: Rainer Kuhn am 26. September, Thomas Raape am 3. Oktober. Kommen Sie donnerstags dazu und unterstützen Sie das Anliegen!

Die Seenotrettung darf nicht allein in privater Hand liegen; sie ist eine staatliche Aufgabe. Doch es geht nicht nur um die Rettung der Menschen in den Booten vor dem Ertrinken. Die EU-Staaten müssen sich dringend auf ein Verfahren zur Verteilung der Geretteten innerhalb Europas einigen und eine gemeinsame Migrationspolitik entwickeln, die sichere und legale Fluchtrouten ermöglicht. Diese Forderungen formulierten bereits Anfang Juni der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Leoluca Orlando, der Bürgermeister von Palermo, in ihrem Palermo-Appell. Unsere Gemeinde hat sich diesem Appell gemeinsam mit den anderen Citykirchen angeschlossen.

Wie geht es in der politischen Diskussion weiter? Am 23. September haben sich auf Malta einige EU-Länder auf einen vorläufigen Mechanismus zur Verteilung der Geflüchteten innerhalb Europas geeinigt; Details werden jedoch erst beim Treffen der europäischen Innenminister Anfang Oktober vereinbart. Wir wollen den Prozess durch unser Gebet unterstützen und durch Demonstration dazu beitragen, das öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit politischen Handelns wach zu halten – solange es nötig ist.


Veranstaltungsreihe zum Karl-Barth- und zum Zwingli-Jahr 2019

2019 begeht die reformierte Kirche gleich zwei Jubiläen: Ein Karl-Barth-Jahr erinnert an den am 10. Dezember 1968 verstorbenen Theologen. Mit seinem 1919 erstmals veröffentlichten Römerbriefkommentar und seiner großen Dogmatik hat er die Theologie des 20. Jahrhunderts ganz entscheidend geprägt. Zudem gilt Barth als Hauptautor der Barmer Theologischen Erklärung von 1934, die dem Eindringen des Nationalsozialismus in die Evangelische Kirche scharf widersprach.

Daneben erinnern wir uns auch an das Jahr 1519, das für die reformierten Kirchen den Beginn der Reformation markiert. In jenem Jahr trat der Schweizer Reformator Ulrich Zwingli seinen Dienst am Zürcher Großmünster an.

Wir haben für dieses Doppel-Jubiläum eine Veranstaltungsreihe geplant: mit einem Fokus auf Barth im Frühjahr und einem Zwingli-Schwerpunkt im Herbst.

Flyer zur Veranstaltungsreihe als PDF

Ganz herzlich laden wir Sie zu Ausstellung, Film, Vortrag, Lesung und Predigt ein: Kommen Sie, lassen Sie sich von diesen beiden sehr unterschiedlichen, aber für die reformierte Kirche prägenden theologischen Persönlichkeiten anregen und tauschen Sie sich mit anderen Gemeindegliedern dazu aus.

Die einzelnen Veranstaltungen finden Sie auch in unserer Terminübersicht.


„Klimafasten“ in der Passionszeit

Wir kennen die Fakten, lesen die Schlagzeilen und sehen die Talkshows: der Klimawandel wird kommen. Zur medialen Inszenierung gehören auch die Lippenbekenntnisse und halbherzigen Entscheidungen der Politiker und Politikerinnen, die uns oft rat- und tatlos auf der Zuschauertribüne zurücklassen. Aber abseits der großen Bühnen gedeihen mittlerweile schon viele Initiativen zum Mitmachen, die Mut machen. Dazu gehört auch die Aktion „Klimafasten“ einiger evangelischer Landeskirchen und katholischer Bistümer.

Auch bei uns gibt es seit einiger Zeit einen kleinen Kreis, der sich mit Fragen der Nachhaltigkeit in unserem Gemeindealltag auseinandersetzt. In diesem Kreis entstand die Idee, sich von der Klimafastenaktion inspirieren zu lassen. Mit dem biblischen Leitsatz „So viel du brauchst“ regt die Fastenaktion dazu an, sich Zeit zu nehmen, das eigene Handeln im Alltag zu überdenken, Neues auszuprobieren und etwas zu verändern. Und weil das gemeinsam mehr Spaß macht als alleine, wollen wir an vier Abenden über die Themen der Fastenaktion ins Gespräch und in Aktion kommen.

Die Gruppe mit Pastor Thomas Raape trifft sich jeweils mittwochs um 19 Uhr im Gemeindezentrum in der Ferdinandstraße 21.

27. Februar: Vorstellung der Aktion „So viel du brauchst“ und der verschiedenen Möglichkeiten des Klimafastens. Was nehme ich mir vor?

13. März: Erfahrungsaustausch. Film zum Thema. Ausblick auf die nächsten Wochen.

27. März: Erfahrungsaustausch. Evtl. gemeinsames „klimagerechtes“ Kochen und Essen. Ausblick auf die kommenden Wochen.

17. April: Erfahrungsaustausch. Rückblick. Ausblick: Und wie geht‘s weiter?

Wenn Sie an den Treffen und der Aktion „Klimafasten“ teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 22. Februar in der Kanzlei.

Und wer sich schon vorab informieren möchte: www.klimafasten.de


Gott trifft Mensch: Karl-Barth-Jahr 2019

Ein Karl-Barth-Jahr erinnert an den am 10. Dezember 1968 verstorbenen Theologen, der als Kirchenvater des 20. Jahrhunderts gilt. Achim Detmers, Generalsekretär des Reformierten Bundes und Initiator dieses Themenjahrs, erhofft sich eine „Wiederentdeckung der radikalen Fragen, mit denen Barth Kirche und Theologie aufgemischt hat und bis heute herausfordert“.

Der reformierte Schweizer Theologe Barth hat seit den 1920er Jahren als akademischer Lehrer Generationen evangelischer Theologinnen und Theologen geprägt. Er gilt als Hauptautor der Barmer Theologischen Erklärung von 1934, die dem Eindringen des Nationalsozialismus in die Evangelische Kirche scharf widersprach. In der Zeit des Kalten Krieges engagierte er sich für eine Versöhnung der Völker in Ost- und Westeuropa und erhob seine Stimme gegen die Wiederbewaffnung beider deutscher Staaten und gegen die atomare Aufrüstung. Barths Werk findet bis heute international große Beachtung.

Auch unsere Gemeinde würdigt Karl Barth und diskutiert seine Theologie.

Geplant sind u.a. eine Ausstellung sowie eine Vortragsreihe. Details bietet der Beitrag von Pastor Dr. Reiner Kuhn im aktuellen Gemeindeblatt (S. 14).

Informationen zu Karl Barth finden Interessierte u.a. auf der Website zum Karl-Barth-Jahr. Empfehlenswert sind auch das Interview mit der Barth-Biografin Prof. Dr. Christiane Tietz in der Mediathek des Deutschlandfunk sowie weitere Beiträge dort.

Das Barth-Jahr ist eine Veranstaltung des Reformierten Bundes. Der Reformierte Bund ist der Dachverband der etwa 1,5 Millionen reformierten Gemeindeglieder in Deutschland. Kooperationspartner sind neben der Union Evangelischer Kirchen (UEK) auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK).


Reformierte Diakonie tagt in Hamburg zu Fragen der Integration

Die Jahreskonferenz des Diakonischen Werkes der Evangelisch-reformierten Kirche beschäftigt sich in diesem Jahr mit der Vielfalt unserer Gesellschaft und der Integration. Die Tagung steht unter der biblischen Überschrift „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid…“ (Matthäus 11, 28). Dazu kommen am kommenden Samstag, 20. Oktober, etwa 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen in unser Gemeindezentrum in der Ferdinandstraße.

„In den vergangenen Jahren war die Unterbringung und erste Versorgung von geflüchteten Menschen die vordringliche Aufgabe“, sagt Bernd Roters, Pastor in Veldhausen (Grafschaft Bentheim) und Vorsitzender des Diakonischen Werkes. „Das haben wir in Deutschland gut bewältigt. Wir stehen nun vor der wirklichen Herausforderung der Integration.“ Dies betreffe den Arbeitsmarkt, das Zusammenleben in Schule und Kindergarten, das Freizeitverhalten und die Begegnung im Alltag. „Mit der Bereitschaft auf die Fremden zuzugehen und sie in unserer Gesellschaft aufzunehmen, drücken wir unseren christlichen Glauben aus“, betont Roters. Mit dieser Diakonischen Konferenz wolle die Evangelisch-reformierte Kirche ganz praktische Anregungen für eine gelingende Integration liefern und die Kirchengemeinden in ihrer Arbeit vor Ort stärken.

Hauptredner der Konferenz ist Tobias Woydack, Vorstand des Diakonischen Werkes in Hamburg. Er hält ein Grundsatzreferat, wie die Hamburger Diakonie die Frage der Integration angeht. Petra Lotzkat, Staatsrätin der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration in Hamburg, informiert über die besondere Situation einer Großstadt.

Am Nachmittag können die Konferenzteilnehmer verschiedene diakonische und soziale Projekte besuchen. Die Konferenz schließt am Sonntag mit dem Gemeindegottesdienst um 10 Uhr.

Die Diakonische Konferenz der Evangelisch-reformierten Kirche tagt einmal pro Jahr jeweils zu einem Schwerpunktthema. Im vergangenen Jahr stand das Thema des Umgangs mit einer immer älter werdenden Gesellschaft auf der Tagesordnung.