Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg

Reformierte Diakonie tagt in Hamburg zu Fragen der Integration

Die Jahreskonferenz des Diakonischen Werkes der Evangelisch-reformierten Kirche beschäftigt sich in diesem Jahr mit der Vielfalt unserer Gesellschaft und der Integration. Die Tagung steht unter der biblischen Überschrift „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid…“ (Matthäus 11, 28). Dazu kommen am kommenden Samstag, 20. Oktober, etwa 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen in unser Gemeindezentrum in der Ferdinandstraße.

„In den vergangenen Jahren war die Unterbringung und erste Versorgung von geflüchteten Menschen die vordringliche Aufgabe“, sagt Bernd Roters, Pastor in Veldhausen (Grafschaft Bentheim) und Vorsitzender des Diakonischen Werkes. „Das haben wir in Deutschland gut bewältigt. Wir stehen nun vor der wirklichen Herausforderung der Integration.“ Dies betreffe den Arbeitsmarkt, das Zusammenleben in Schule und Kindergarten, das Freizeitverhalten und die Begegnung im Alltag. „Mit der Bereitschaft auf die Fremden zuzugehen und sie in unserer Gesellschaft aufzunehmen, drücken wir unseren christlichen Glauben aus“, betont Roters. Mit dieser Diakonischen Konferenz wolle die Evangelisch-reformierte Kirche ganz praktische Anregungen für eine gelingende Integration liefern und die Kirchengemeinden in ihrer Arbeit vor Ort stärken.

Hauptredner der Konferenz ist Tobias Woydack, Vorstand des Diakonischen Werkes in Hamburg. Er hält ein Grundsatzreferat, wie die Hamburger Diakonie die Frage der Integration angeht. Petra Lotzkat, Staatsrätin der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration in Hamburg, informiert über die besondere Situation einer Großstadt.

Am Nachmittag können die Konferenzteilnehmer verschiedene diakonische und soziale Projekte besuchen. Die Konferenz schließt am Sonntag mit dem Gemeindegottesdienst um 10 Uhr.

Die Diakonische Konferenz der Evangelisch-reformierten Kirche tagt einmal pro Jahr jeweils zu einem Schwerpunktthema. Im vergangenen Jahr stand das Thema des Umgangs mit einer immer älter werdenden Gesellschaft auf der Tagesordnung.