Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg

Hilfe für Flüchtlinge

Ende Juni haben sich ein Dutzend Gemeindeglieder eingefunden, um über die Hilfe für Flüchtlinge konkret in unserer Gemeinde zu beraten. Erstaunlich war, wieviel Fachkompetenzen allein in dieser noch kleinen Runde vertreten waren: Pädagogen mit Schwerpunkt „Deutsch als Fremdsprache“, Bafög-Experten für Studienfinanzierungsfragen, Musiktherapeutinnen für traumatisierte Flüchtlinge, Köchinnen für evtl. Mittagstische, etc. Allen Beteiligten war und ist es wichtig, dass unsere Gemeinde Hilfsangebote für Flüchtlinge macht. So unbeschreiblich groß sind die Zahlen und Nöte der Menschen, die aus Syrien, Irak, Afghanistan oder Albanien zu uns nach Hamburg kommen. Wir können etwas bewegen und helfen, die Not zu lindern.

Andere Gemeinde und Institutionen haben sich bereits auf den Weg der Unterstützung gemacht. Deshalb wollen wir uns zunächst kundig machen, wer wo Hilfe in der Innenstadt anbietet. Kommunikation und Vernetzung sind jetzt die nächsten entscheidenden Schritte. Dazu werden wir Koordinierungstreffen des Diakonischen Werkes aufsuchen und erneut das Gespräch mit der Flüchtlingsbeauftragten Dietlind Jochims suchen. Der Termin für unser nächstes Treffen wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Ob wir einen Mittagstisch, einen Sprachkurs oder evtl. einen Chor mit Tanz und Bewegung anbieten können, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Für die nächsten Weichenstellungen ist von Bedeutung, wie offen und ungehindert wir auf Menschen mit ihrer jeweils individuellen Fluchtgeschichte zugehen können. In jedem Fall sollen die Neuankömmlinge spüren, dass sie in unserer Stadt und vor allem in unserer Gemeinde herzlich willkommen sind.  Wir prägen das Gesicht dieser Stadt: indem wir die Türen unserer Häuser und unseres Gemeindezentrums öffnen.

Reiner Kuhn