Generation Golf
Wir - Generation Golf - sind zwischen 25 und 49 Jahre alt und treffen uns jeden 2. und 4. Montag eines Monats um 19:00 Uhr in der Palmaille 2 zum gemeinsamen Essen, Klönen und Gespräch.
Jeder bringt etwas mit und gemeinsam haben wir schon fast eine Festtafel. Tatsächlich ist immer Brot und Wein dabei. Wer denkt da nicht an eine neue Form des Abendmahls als gemeinsames und fröhliches Abendbrot. Und das ist es auch, was Jesus mit seinen Jüngern getan hat: Gegessen, getrunken, Gemeinschaft erlebt.
Danach kommen wir zu unserem Thema, welches wir zusammen gewählt haben. Jeder hat die Möglichkeit, sich und seine Interessen bei der Themenauswahl mit einzubringen.
Um Euch einen Überblick zu geben, folgt zum Abschluß eine Liste der bisherigen Themen und der besonderen Aktivitäten.
Bisherige Themen: 10 Gebote, Zwingli, Calvin, Glaubensbekenntnis, Schöpfungsgeschichte (hebräisches Weltbild), Islam, Globalisierung, Jakobsweg, Bibel teilen anhand der Bergpredigt, Liebe aus psychologischer Sicht, Grenzerfahrung Tod / Hospiz, Spielen, Taizé, Mission Irak-Krieg, Glauben aus dem Bauch heraus, Israel / Abrahams Herberge, Beschlüsse der Generalversammlung des Reformierten Weltbundes in Accra
Besondere Aktivitäten: Film "Luther", Moschee-Besuch, Ein Zeitzeuge berichtet zur Judendeportation in Altona im 3. Reich, Vortrag zum Rentensystem, Besuch der Katharinenkirche mit Vorträgen zum Thema "Weisheit der Arbeit", Besuch einer indonesischen Gemeinde und eine Indonesierin besucht uns, Grillen, Silvesterfreizeit auf Amrum, Gottesdienstbesuch mit vorherigem Rundgang über den Fischmarkt
Ansprechpartner bei Fragen:
Bettina Kespohl und Andreas Flügge, Tel. 040/77 67 21
e-mail: Bettina_HH@gmx.de
Eine persönliche Anmerkung eines Teilnehmers
Meine Mutter erzählte einmal meiner Großmutter, dass ich neuerdings in diesem "Generation Golf" Kreis der Kirche mitmachen würde. Meine 90jährige Omi, auch schon 90 Jahre lang in der reformierten Kirche in Hamburg, fragte promt, ob die im Kreis alle golfspielen würden, oder fahren die alle einen Golf ?
Nicht jedem Leser des gelben Terminteils des Gemeindeblättchens ist das Buch von Florian Illies ein Begriff, nachdem der Kreis bei Gründung ironischerweise benannt wurde.
Er schreibt sarkastisch über seine Jugendgeneration der 80er Jahre:
"Früher war alles übersichtlicher. Man glaubte an das Gute am Menschen und das Böse im Amerikaner. Eine ganze Generation glaubte an den Marsch durch die Institutionen und an den Wandel durch Annäherung. An lauter Sachen eben, die davon ausgingen, dass sich die Welt verändern lasse. Die Generation Golf hat früh gelernt, dass das zu anstrengend ist. Sie sagt sich: Ich will so bleiben, wie ich bin. Und aus dem Hintergrund singt dazu der Chor: Du darfst."
Aber damit der Ironie noch nicht genug:
"Denn das Gesetz, mit dem die Generation Golf die meisten Probleme hat, ist nicht das zum Schutze der Jugend oder das Reinheitsgebot. Es ist der Umstand, dass man Spekulationsgewinne an der Börse versteuern muss, wenn man die Aktien nicht mindestens ein Jahr lang in seinem Depot belässt. Die Vorgängergeneration, die ihre Verwirklichung noch am Markt der Möglichkeiten der deutschen Kirchentage fand, wird nie verstehen können, dass wir, die wir uns am Neuen Markt der Frankfurter Börse verwirklichen, mit diesem Gesetz große Probleme haben..."
Und tatsächlich trifft er den Wandel in dem Glauben der Jugend. Wie die Jugendzeitschrift "Fluter" der Bundeszentrale für politische Bildung 2004 zu berichten wusste, betrug der Teil der Deutschen, die bei einer Umfrage 1967 an die Existenz Gottes oder eines höheren Wesens glaubten 90%. Bei der Umfrage 2003 waren es nur noch 61 %. Eine Vervierfachung der Atheisten und ein Dahinschmelzen des Glaubens am Ende des 20. Jahrhunderts.
Und wie der SPIEGEL im August 2005 zu berichten weiß, wird gerade von den Jüngeren der Glauben an Gott mehr abgelehnt als bei den Älteren.
Deshalb ist unser Kreis nicht typisch für die beschriebene Generation Golf. Im Gegenteil, zum Beispiel bei unserem Thema: "Mission" des Papieres des reformierten Weltbundes ist klar geworden, dass uns allen der Auftrag Gottes ernst ist. Nur die Umsetzung erweist sich uns als sehr schwierig. Wir brauchen wohl hierzu einen klaren gemeinsamen Glauben. Wo andere mit einem gemeinsamen Glauben missionieren, kann aber jeder einzelne von uns nicht in allen Punkten mitgehen.
Unser Kreis ist dafür offen, auch für neue Interessierte und hofft auf neue (ebenfalls spannende) Themen. Die Themen finden Ihren Platz in der Zeit nach dem gemeinsamen Essen, am zweiten und vierten Montag im Monat.
Auf einer Freizeit nach Amrum stellten sich nun mehrere Mitglieder des Kreises den anderen Mitreisenden den Kreis als "gefräßigen Montagskreis" vor. Begeistert war nun der "gefräßige Montagskreis" in aller Munde.
Tatsächlich ist immer Brot und fast immer Wein mit dabei. Wer denkt da nicht an eine neue Form des Abendmahls als gemeinsames und fröhliches Abendbrot. Jeder bringt etwas mit und gemeinsam haben wir schon fast eine Festtafel in der Palmaille. Und das ist es auch, was Jesus mit seinen Jüngern getan hat: Gegessen und getrunken, Gemeinschaft erlebt.
Die nächsten Termine
| Mo, 09.08. | 19:00 Palmaille: Generation Golf - offener Gesprächskreis |
| Mo, 23.08. | 19:00 Palmaille: Generation Golf - offener Gesprächskreis |
| Mo, 13.09. | 19:00 Palmaille: Generation Golf - offener Gesprächskreis |
| Mo, 27.09. | 19:00 Palmaille: Generation Golf - offener Gesprächskreis |


