Ferdinandstraße
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Der jetzige Kirchbau ersetzte den Kirchsaal Raboisen und die 1857 eingeweihte, aber im letzten Krieg zerstörte zweitürmige Kirche. Er wurde, geplant vom rheinischen Architekten Rudolf Esch, mit Hilfe von Spendengeldern aus der Gemeinde erbaut und 1965 eingeweiht. Ein zweiter Bauabschnitt (Gemeindesaal) konnte aus finanziellen Gründen nicht mehr verwirklicht werden.
Das Grundstück zwischen Raboisen und Ferdinandstraße ist umgeben von Bürogebäuden und steht auf mächtigen Betonpfählen. Das Gebäude beherbergt neben dem Gottesdienstraum, der Kirchenkanzlei und Seminarräumen ein großes helles Foyer, in dem sich die Gemeinde nach dem Gottesdienst zum Kirchkaffee versammelt. Im Erdgeschoss findet jeden Samstag ein Obdachlosenfrühstück statt.
Einziger Schmuck der Kirche im ersten Stock sind die in der Fachwelt beachteten Fenster von Helmut Lander. Die im Halbkreis sitzende Gemeinde blickt auf Kanzel, Führer-Orgel, Abendmahlstisch und Taufstein. Die holzgetäfelte Decke spannt sich wie ein Zeltdach aus und erinnert die versammelte Gemeinde daran, dass sie das wandernde Gottesvolk ist, das hier keine bleibende Stadt hat, sondern die zukünftige sucht.
Palmaille
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Der jetzige, 1966 eingeweihte Kirchbau, vom Schweizer Architekt Benedikt Huber entworfen, ersetzt ein klassizistisches Gebäude, das auf der Elbseite der Palmaille gelegen war. Der Baukomplex mit Glockenturm erweckt den Eindruck von Wohnburg und Tempel zugleich. Eine große Platane beschirmt den Innenhof, der die Wohnungszugänge und den Kircheneingang miteinander verbindet. Die warmen Backsteine und hellen Holzbänke machen den Kirchraum zu einem Ort der Geborgenheit.
Eine liturgische Besonderheit: Die Gemeinde feiert Abendmahl, indem sie sich sitzend um einen langen Tisch mit Hockern versammelt. Besonders bemerkenswert ist die in norddeutscher barocker Manier erbaute Orgel von Jürgen Ahrend.
Im Gemeindezentrum Palmaille findet jeden Samstag ein Obdachlosenfrühstück statt.
Altenhof
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Der „Altenhof“ am Winterhuder Weg besteht an der jetzigen Stelle seit 1888, wurde aber im Krieg teilweise zerstört. Die heutigen Bauten entstanden 1955, 1970 und 1980 und umfassen Altenwohnungen, Altenheim und Pflegestation. Der dreigliedrige Komplex liegt um einen großen, ruhigen Innenhof herum, einer grünen Lunge in zentraler großstädtischer Lage.
Der Altenhof knüpft an die diakonische Arbeit aus der Frühzeit der Gemeinde an und gründet sich auf das Schotsche Legat, einem Stiftungsvermögen von 1797, das auch die finanzielle Grundlage des alten Kirchbaus in der Ferdinandstraße gewesen ist.
Hier ist der Ort, an dem alte und neue diakonische Visionen gestaltet und erprobt werden: Ein aus Spendengeldern errichtetes Bewegungsbad, eine große, liebevoll ausgestattete Dementen-Station, kulturelle Veranstaltungen, der Aufbau eines ambulanten Pflegedienstes und des Ambulanten Hospizpflegedienstes mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften ergänzen das diakonische Profil der Arbeit im Altenhof.





